| 27.1.2000 |
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Wann
und wie werden Bankkonten auf den Euro umgestellt?
Vom
ersten Tag der Währungsunion, dem 1. Januar 1999, ist dies auf Wunsch möglich.
Von diesem Zeitpunkt an rechnen Banken und Großunternehmen bereits in Euro. Da
es zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Euro-Banknoten geben wird, kann nur der
bargeldlose Zahlungsverkehr - zum Beispiel Überweisungen - in Euro abgewickelt
werden.
Die Spitzenverbände der deutschen Kreditwirtschaft und die
Bundesbank haben in einer Rahmenvereinbarung festgelegt, daß der Kunde vom 1.
Januar 1999 an die Wahl hat, Überweisungen in D-Mark oder in Euro auszuführen.
Das gilt unabhängig davon, ob er ein D-Mark-Konto oder ein Euro-Konto führt.
"Der Datensatz jeder Überweisung wird immer doppelt gebildet: in Mark und
Euro", erklärt Haspa-Sprecher Ulrich Sommerfeld. Man braucht also in der
Übergangsphase kein extra Euro-Konto. Wer zum Beispiel eine Rechnung in Euro
bezahlen will, kann seinen Auftrag auch über ein D-Mark-Konto erteilen, erklärt
die Deutsche Bank: Die Bank führt den Auftrag in Euro aus und belastet das
Konto nach einem festen Umrechnungsverhältnis in Mark. Der Kunde kann dann seinem Kontoauszug entnehmen, in welcher Währung
eine Überweisung in Auftrag gegeben wurde. Dies kann man vergleichen mit einem
in ausländischer Währung ausgestellten Eurocheque. Zusätzlich werden im
Kontoauszug die Kontosalden in Mark und Euro angegeben.
Auch Schecks können in Mark und Euro ausgestellt werden,
unabhängig davon, ob das entsprechende Konto in Mark oder Euro geführt wird.
Erst im Jahr 2002 werden alle Konten bei Banken und
Sparkassen automatisch auf den Euro umgestellt. All dies wird den Kunden
voraussichtlich nichts kosten: Nach Ansicht einer Expertengruppe der
EU-Kommission
sind Gebühren dafür rechtlich nicht zulässig. Auch die Spitzenverbände der
Banken und Sparkassen haben erklärt, daß das Umstellen von D-Mark- auf
Euro-Konten gebührenfrei sei. Gleiches gilt für die Umwandlung von Überweisungen
während der Übergangszeit.
(Quelle:
Hamburger Abendblatt Online)
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